Coach Gelaber I Coaching, Life & Business
Ein Podcast über die Themen Coaching, Facilitation, Transformation - persönlicher und organisationaler Natur sowie der integralen Organisationsentwicklung.
Es dreht sich dabei um Methoden, Ansätze, Prinzipien sowie dem "Warum überhaupt?".
Vor allem geht es um die Praxis.
Daher hört ihr im Dialog auch immer die Perspektive von Klienten, Coachees oder Teilnehmern oder auch mal Auftraggebern, wenn es um knallharte Organisationsentwicklung geht.
Es dreht sich dabei z. B. um das "Warum ein Coaching?", "Warum eine Transformation?", "wie fühlte es sich an?", "tat es weh?", "war es nachhaltig?"
Aber hört selbst...
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Coach Gelaber I Coaching, Life & Business
Die Zukunftskonferenz Teil 2
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
In der letzten Folge ging es bereits um das Großgruppenformat der Zukunftskonferenz. Ganz aus der Perspektive der Theorie.
Nun folgt die Praxis!
Mit einer meiner beiden Gäste, Ilona Bernlöhr, begleitete ich als Facilitator das Team bzw. den Bereich von meiner zweiten Gesprächspartnerin, Christina Krabatsch, durch den Prozess der Zukunftskonferenz. Mit allen Höhen und Tiefen sowie externen Einflüssen, welche uns auch immer wieder mal gern vor Herausforderung stellten.
Es war wiedermal ein wunderbares und sehr angenehmes Gespräch, mit zwei sehr sympathischen Menschen.
Hört gern rein und überzeugt euch selbst.
Bei Fragen, Anregungen oder anderen Gedanken, meldet euch gern bei mir persönlich.
Kontaktdaten findet ihr wie gehabt auf www.salmicoaching.de
Viel Spaß! :)
FOLGE MIR & UNS! :)
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Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Coach Gelaber und und mit Christopher Salmi guten Tag, Madabasella Malakum, herzlich willkommen zur nächsten Folge Coach Gelaber, wieder mal mit mir, Christopher Salmi, immer noch aus Bonn, bei schönstem Sonnenschein und warmen Temperaturen. Und heute möchte ich, möchten wir vielmehr andocken an den letzten Teil, an die letzte Folge, also an den Teil 1 zur Zukunftskonferenz. Denn in dieser Folge soll es jetzt um die Praxis gehen. Also, wie war es denn jetzt wirklich? Jetzt haben wir viel über Theorie gesprochen. Heute geht es darum, wirklich mal abzugrasen, wie fühlt denn sich das an, wenn das dann wirklich mal gemacht wird? Und da freue ich mich natürlich, dass auch heute wieder dabei sind. Einmal die Christina und die Ilona. Also nochmal herzlich willkommen und schön, dass ihr beide dabei seid.
SPEAKER_02Ja, wunderbar, ich freue mich. Ja, danke auch, dass ich heute wieder dabei sein darf.
SPEAKER_00Schön. Ich freue mich. Wir beiden, ich würde vorschlagen, wir machen einfach einen kleinen Check-in, damit wir so ein bisschen warm werden und erstmal wieder so ein bisschen in den Redefluss kommen. Dafür habe ich eine Frage mitgebracht. Und Großbeginn beginnt. Wir machen das Ganze im facilitativen Sinne. Die Frage ist, als welches Tier bist du heute Morgen aufgewacht?
SPEAKER_02Oh ja, ist eine schwierige Frage. Ich fange mal an. Ja, also ich habe ja heute Nacht nicht zu Hause geschlafen, sondern ich bin gestern Abend schon angereist hier nach Bonn, habe im Hotel geschlafen und ja, vielleicht würde ich sagen, ich bin so ein bisschen als Zugvogel heute Morgen hier aufgewacht. Nicht im eigenen Bett, ist ja immer eine besondere Situation. Ich glaube, damit fasst das, glaube ich, ganz gut, wenn man so als Reisender unterwegs ist. Also heute Morgen war ich ja ein Zugvogel.
SPEAKER_00Na schön.
SPEAKER_03Genau, da mache ich mal weiter. Also, ich konnte mich heute nicht so richtig aufraffen. Von daher würde ich sagen, ich weiß nicht, ob ihr das kennt, wir sind ein Hund, der sich so rechts rum und links rum und noch einmal dreht, weil er die Kohle noch nicht so richtig fertig hat. Ich bin, glaube ich, heute Morgen als Hund wach geworden.
SPEAKER_00Das ist auch ein schönes Bild. Also ich kann euch sagen, ich bin heute Morgen als Faultier wach geworden. Als ich nämlich noch so vorm Spiegel stand, die Augen, die wollten einfach nicht aufgehen. Und gefühlt war ich genauso langsam, wenn nicht sogar noch ein bisschen langsamer wie so ein Faultier. Aber jetzt nicht mehr nach Kaffee, Wasser und nach dem Zusammentreffen mit euch beiden wunderbaren Menschen, um über dieses noch viel wunderbarere Thema zu sprechen. Und ich will vielleicht nochmal ganz kurz nochmal wiederholen, letzte Folge ist schon ein bisschen was her, in der Hoffnung, dass ihr euch das auch alle gut angehört habt. Wir haben ja in der letzten Folge über die Theorie gesprochen, über dieses große Format mit vielen Menschen in einem Raum, wo wir bestimmte Phasen haben, 500 Zahl, wo es Prinzipien geht, so etwas wie weiter im Raum haben. Und wo es auch eine Geschichte gibt. Wo kommt das eigentlich her? Mit einer ganz bestimmten Intention. And wann das eigentlich auch hilfreich ist. Auch das haben wir uns mal angeguckt, um dann mal ganz explizit schon mal so ein ganz bisschen Richtung Praxis zu kommen. Und das wollen wir heute weiterführen und intensivieren. Christina, ich würde mit dir gerne nochmal anfangen, einfach auch nochmal so ein bisschen, um den Recap vielleicht so ein bisschen abzuschließen. Vielleicht magst du nochmal teilen. Du bist ja ein Teil der Telekom. Und was ist denn da so deine Rolle und Position?
SPEAKER_02Also ich bin schon recht lange ein Teil der Telekom, über 20 Jahre kann man ja sagen. Ich habe in den letzten zehn Jahren verschiedene Führungsjobs gehabt. Und zu dem Zeitpunkt, als wir uns kennengelernt haben, da hatte ich gerade einen Bereich übernommen mit circa 100 Leuten, die als so ein bisschen zusammenzuführen. Inzwischen habe ich einen anderen Bereich, der wieder noch ein bisschen größer ist, ein bisschen was anderes macht. Im Produktionsbereich, ich bin jetzt sehr in der Fläche unterwegs. Zu dem Zeitpunkt, wo wir uns kennengelernt haben, war ich mehr in den zentralen Einheiten unterwegs. Und ja, also Führung ist so ein bisschen meine Profession.
SPEAKER_00Schön. Ja, danke fürs Teilen. Dann lass uns doch mal einsteigen. Du hast ja die Zukunftskonferenz jetzt so am eigenen Leib erlebt. Wie kam es jetzt überhaupt dazu?
SPEAKER_02Ja, also wie gesagt, als wir uns kennengelernt haben, hatte ich gerade einen ganz frischen Bereich übernommen, der auch sich neu konstituiert hat. Wir hatten ja zu dem Zeitpunkt in der Firma ein größeres Transformationsprogramm und der Bereich, die 100 Leute, die kamen aus vier unterschiedlichen Technikbereichen, zwar aus der gleichen Firma, aber aus kulturell aus komplett anderen Themenbereichen, aus Bereichen, wo völlig andere Managementprinzipien auch geherrscht haben. Und die Menschen haben auch völlig unterschiedliche Erfahrungshorizonte mitgebracht und auch die Themen waren zwar vom Grundsatz her zusammengehörig, aber dann doch wieder unterschiedlich. Und letztendlich ist ja die Frage, wenn man so einen Bereich übernimmt, wo will man mit so einem Team, wo will man inhaltlich so hin. Was ist zum einen die Erwartungshaltung von außen und wie gießt man das jetzt mit der Mannschaft zusammen in eine Umsetzungsstrategie, da auch hinzukommen? Und ich habe recht schnell gemerkt, also der Bereich, wie gesagt, die Menschen waren heterogen unterwegs, von total offen für alles mögliche Neue über ja, also finden wir interessant, machen wir mit, bis hin zu einem Team, was sich, also ich habe es immer gerne so bezeichnet, die haben sich in ihrer Verzweiflung häuslich eingerichtet gehabt. Und letztendlich war es die große Herausforderung zu sagen, also wie brichst du erst mal das ein Stück weit auf, dass da Offenheit entsteht und wie kriegt man auch gemeinsam einen Angang hin für das große Ganze, was man sich auch definiert zu finden. Und so der klassische Lösungsansatz, ich glaube, ich hatte ja in der ersten Folge erzählt, so ich komme ja immer so aus dem Innovationsbereich, habe ich auch am Anfang meiner Zeit in der Telekom viel gemacht, viel Strategiearbeit. Da war der klassische Ansatz, nein, da setzt sich mal so ein Strategieteam zusammen, die oder gerne auch mit einem Berater und das machen wir dann einfach mal, keine Ahnung, je nachdem, wie groß die Aufgabe ist, ein Vierteljahr, ein halbes Jahr und dann steht da irgendwas auf tollen, bunten Folien. Das versucht man dann der Mannschaft beizubringen und irgendwie sagen, hier, that's it, follow me. Und damals habe ich gedacht, nee, das wird hier nicht funktionieren. Also ja, das kann man machen, aber da erreichst du nur einen Teil und wahrscheinlich die, die in ihre Verzweiflung sind, werden da noch tiefer irgendwie reinfallen. Und ja, das war auch so der Zeitpunkt, wo ich dann euch ja kennengelernt habe. Dann war ich ja so auf der Suche, wer könnte uns denn auf einem völlig anderen Weg mal irgendwie begleiten. Bin so mit meinem Anliegen ja da auch an euch herangetreten und ja, durfte dann diesen Ansatz der Zukunftskonferenz kennenlernen.
SPEAKER_00Jetzt haben wir dir ja dann erklärt, erzählt, was man da so machen kann. Was war denn so dein erster Eindruck, als so ein bisschen Klarheit war, wie so ein Prozess aussehen kann?
SPEAKER_02Ihr habt ja in der ersten Folge sehr, sehr gut beschrieben, was so die einzelnen Stationen sind, dass man das als Großformat für die gesamte Mannschaft auch anbieten kann. Und mit dem, was man sich ja auch an Prozess und Ergebnis erwartet, fand ich das genau das Richtige, ja, für diesen Bereich, für dieses Team. Ich habe allerdings in dem Moment so ein bisschen, wie sagt man, so schön, gestruggelt, ja, ob das jetzt wirklich, ob wir das so direkt im ersten Schuss so auf die Mannschaft loslassen sollten. Und da haben wir dann ja auch nochmal drüber gesprochen, zu sagen, können wir da vielleicht noch irgendwie so eine Vorstufe einbauen.
SPEAKER_00Ja, da ist vielleicht an der Stelle auch gut, wenn wir nochmal was zum Prozess selbst sagen. Weil, ja, wie du das richtig eingeläutet hast, wir haben noch ein bisschen was dazwischen gebaut und wir haben auch so eine Besonderheit, könnte man sagen. Vielleicht ein, zwei Besonderheiten, die für eine klassische Zukunftskonferenz, würde ich sagen, nicht ganz so normal sind. Ilona, vielleicht fliegen wir einfach mal durch. Ich glaube, das Erste, was man sagen kann, genau diese, wo Christina schon, was Christina schon eingeleitet hat, wir haben ja nochmal eine Pilotgruppe dazwischen gesetzt.
SPEAKER_03Genau. Jetzt ist Pilotgruppe natürlich, das hat jetzt nicht unbedingt was mit Flugzeugen zu tun. Vielleicht ja auch, weil es gibt Menschen, die dann verantwortlich sind für alle, die dahinter sitzen, so gesehen dann vielleicht und doch wieder. Aber Pilotgruppe hat halt einfach den Charme, dass Vertreter, Vertreterinnen da sind von all dem, was da so geucht und flöcht. Also in deinem Beispiel, Christina, halt Menschen aus diesen unterschiedlichen Teams. Das ist der eine wesentliche Aspekt. Aber halt auch Menschen in unterschiedlichen, ich nenne es mal Hierarchiestufen, also in unterschiedlichen Funktionen sind noch ganz wichtig. Und das ist deswegen so wichtig, damit wir die Chance haben oder damit ihr hinterher die Chance hattet, zu sagen, wir haben alle Stimmen im Raum, die mitarbeiten, die Verzweifelten, die nach vorne strebenden, wir haben die Führungskräfte dabei, wir haben alle Funktionen dabei gehabt, wir haben die dabei gehabt, die es gewohnt sind, sehr flexibel, in sehr flexiblen Organisationen zu arbeiten und welche, die sehr strikte Zeitpläne erfüllen. Das war schon echt spannend. Das kann ich echt noch gut erinnern, dass da Menschen zusammenkamen, die wirklich für ihre Position in all der Vielfalt, die sie jeweils repräsentiert haben, da gestanden sind. Das Einzige, was ich heute noch erinnere, da saßen jede Menge Männer. Der Frauenanteil war extrem gering.
SPEAKER_00Ja, das stimmt. Ich finde auch dieses vielleicht noch ein Bild zu dieser Thematik Pilotgruppe mal ganz schön. Wenn man sich das mal so gedanklich vorstellt, da Menschen, die so auf einer Landkarte stehen und dann als diese repräsentative Gruppe da oder als diese Vertretergruppe, die den repräsentativen Querschnitt der Organisation abhilden, so vielleicht so lustrampeln und erkunden und merken, ah nee, hier ist nicht, dann wieder zurücktrampeln und eine andere Route nehmen. Also für die anderen so ein bisschen die Route formeln, damit die anderen nicht noch diese, also diese Umwege ausprobieren müssen, sondern die Sackgassen finden. Ja, genau, die Sackgassen finden, das ist schön. Sondern vielleicht schon direkt einen besseren, vielleicht schon Zielweg zu gehen. Genau, aber eben viel Zeit sparen und da gut anknüpfen können. Wir haben ja noch eine Besonderheit quasi auferlegt bekommen, so will ich es mal sagen. Wir waren ja dabei, diese, also so kurz vorm Durchführen, würde ich mal fast sagen, in dieser Zukunftskonferenz, also des Zusammenkommens dieser ganzen Menschen und dann kam Corona. Das heißt, wir mussten alles auf digital umbauen. Also wir konnten alles auf digital umbauen. Das ist, glaube ich, auch noch, das war erstmal eine Monsterarbeit. Und auch für uns das aller aller erste Mal so ein Format virtuell durchzuführen mit Hilfe von Zoom. Ich glaube, das machen wir jetzt einfach mal so im Sinne, egal Werbung, aber mit Zoom, also mit Gruppenräumen, mit Mural oder Miro, wie auch immer welches Thummer nehmen will, ja, das war schon echt erstmal eine Hausnummer.
SPEAKER_02Auf jeden Fall. Also wenn ich mich nochmal so geistig zurückspule, ich erinnere mich noch an dieses Meeting, Ilona, du erinnerst dich, als wir in Münster saßen und irgendwie so das Thema kam hier Corona und ab sofort hier Lockdown. Wir waren ja wirklich komplett in den Vorbereitungen und auch so als Pilotgruppe, die das ja letztendlich nicht durch die Erfahrung gemacht hat, sondern das dann auch inhaltlich mit vorbereitet hat, in dieser Enttäuschung jetzt anzukommen, dass das jetzt so nicht funktionieren wird. Als war auch nochmal so eine Zusatzchange-Aufgabe mit drin, das als Team auszuhalten, dass das jetzt so nicht geht. Und wir jetzt gemeinsam einen Weg finden müssen, wie wir es trotzdem tun können. Also das war auch rückblickend gesehen für das Team eine enorme emotionale Herausforderung, sowohl für euch, die uns da ja methodisch und dann auch technisch begleitet haben, als auch dann für die Pilotgruppe und auch für den gesamten Bereich, weil ja auch die ganzen Mitarbeiter in dieses erstmal die Akzeptanz für die Methode nochmal hergestellt werden musste, aber dann auch für diese gesamte Technik. Wie bewege ich mich auf dem Muralboard? Wie geht denn das mit dem Wechsel zwischen den Räumen auf? Ich glaube, wir haben damals sogar nicht, wir haben es nicht mit WebEx gemacht, wir haben es mit Zoom gemacht. Wie geht das mit dem Rein- und den Rausschalten? Also auch so dieses, da waren ja eine Fülle von intellektuellen Aufgaben zu lösen, die vorher ja noch keiner irgendwie so gemacht hatte. Also das war schon nochmal so ein Spezialthema on top.
SPEAKER_00Ja, absolut. Jetzt kannst du im Internet recherchieren, ne, so virtuelle Etikette, wie verhält man sich jetzt bei Meetings? Das gab es ja alles noch gar nicht. Das war ja irgendwie von Holter-Dip-Polter, Busse, Raum war ja eigentlich schon alles da. Und dann kam auf einmal dieser Schranke, nee, hier geht es jetzt nicht weiter.
SPEAKER_03Und das weiß ich, das fand ich insofern total faszinierend, weil wir ja in der Pilotgruppe so einen Probelauf gemacht haben, damit ihr wirklich ein gutes Gefühl dafür habt, was dann mit allen Beteiligten passiert. Also zehn Leute haben ausprobiert oder elf, was dann mit knapp 100 Leuten passiert. And then das Thema, ja, und jetzt müssen wir diesen 100 Leuten auch noch erklären, wie es funktioniert. And we must as facilitator in a form erklären. Also we have keine Chance, die Leute zu treffen anders die Reaktion zu sehen, sondern weiter über Bildschirm erklären. Also auch da gab es ja nochmal eine Schranke. I can die Reaktion der Menschen nicht mehr spüren. Ich kann maximalen Gesichtsausdruck sehen. Das war, weiß ich noch, im Vorhinein, also bei aller guten Vorbereitung war das schon etwas, wo ich gedacht habe, ich bin sehr gespannt, ob uns das gelingt. So aus der Ferne Empathie aufzubauen, für was da in der Gruppe passiert.
SPEAKER_00Ja, absolut. Also das war auf jeden Fall eine Herausforderung, vor der wir alle standen. Das kann man schon so sagen. Jetzt haben wir ja, also du hast schon ein bisschen angefangen, wir haben viel über den Standardprozess gesprochen, also auch damals. Wir haben eine Pilotgruppe dazwischen oder davor gesetzt. Da haben wir geplant. Dann kam auf einmal der Knüppel. Und wenn du jetzt nochmal so ein bisschen an dieses ganze Konstrukt denkst, war das so an diesem Schritt, so bevor diese Zukunftskonferenz auch wirklich stattgefunden hat, dann auch im virtuellen Raum, war das das, worauf du immer gewartet hast oder gab es dann noch so das Innerliche, war das jetzt wirklich eine gute Idee?
SPEAKER_02Ich grinze jetzt schon mal zu Elona Hände. Also ich würde sagen, ich habe da ein ziemliches Wellenbad der Gefühle mit diesem ganzen Prozess irgendwie durchlaufen. Elona hat das live mitgekriegt. Ich glaube, es ging dir ja an manchen Ecken genauso.
SPEAKER_03Nein, wie kommst du denn da?
SPEAKER_02Dadurch, dass ich das ja persönlich zweistufig durchlaufen durfte, weil ich ja sowohl Teil des Pilotteams als auch dann natürlich an der Zukunftskonferenz teilgenommen habe, muss ich sagen, es war gut, dass ich vorher in der Pilotgruppe war. Weil mich hat es da innerlich schon manchmal zerrissen. Also was super war, also tatsächlich so die Anfangsphase, ich habe es ja auch im ersten Teil schon gesagt, dieses Thema Stolz und Bedauern. Das war für mich persönlich in meinem Führungsauftrag nochmal so eine ganz krasse Schlüsselerkenntnis, ey, mit was für einem Weltbild kommen diese Menschen eigentlich an? Die ja auch zum Teil schon lange hier in der Firma sind, ja. Was haben die so mitgebracht? Wo ziehen die ihre Energie raus? Was macht die glücklich und was macht sie auch furchtbar unglücklich? Und wo sind auch, du hast Haus der Veränderung, glaube ich, auch beim ersten Mal angesprochen, wo liegen denn da auch noch so Leichen im Keller? Also ich glaube, wir haben das damals Egon genannt. Wie viele Egons haben wir denn hier noch? Und also das war für mich so ein Punkt, wo ich nicht, wo ich gar nicht wüsste, wenn wir das nicht gemacht hätten, wie viel Zeit hätte ich gebraucht, durch die Dialoge mit den Führungskräften, mit den Mitarbeitern, um an diese Punkte ranzukommen. Also das war eine sehr, wie ich finde, schnelle und effiziente Methode und auch für alle gleich, weil es auch gleich in diesem Raum natürlich geteilt wurde, ein sehr guter Schritt. Schwieriger wurde es dann natürlich nach hinten raus, ne? Also allein schon an dem Thema Trends, glaube ich, haben wir uns ziemlich abgearbeitet, ja. Dadurch, dass es ja doch ein bisschen unterschiedliche Themenkomplexe waren, für die die Kollegen so stehen, war halt für jeden auch der Trend was anderes. Oder auch das Wort Strategie. Also, ne?
SPEAKER_01Oh ja.
SPEAKER_02In Vorbesprechung haben wir auch nochmal gesagt, bis wir diesen strategischen Satz, wo wollen wir eigentlich mit dieser Unternehmung hin, bis wir den formuliert hatten, ja. Aber genau das war ja dieses Vergemeinschaften, dieses tatsächlich Begreifen, wo soll es hingehen, das war schon gut. Der Weg dahin war manchmal schmerzhaft auch für mich. Und ich war oft an dem Punkt, wo ich gesagt habe: Also wir machen es jetzt so wie immer. Wir waren jetzt hier fertig, ich kann nicht mehr, das wird so nichts. Und wo wir dann aber in Kleingruppen immer gesagt haben, nee, also wo wir es auch gegenseitig so festgehalten haben und gesagt haben, jetzt wollen wir das aber zum Ende bringen, weil wir wollen das jetzt einmal komplett durchlebt haben, um zu sagen, war das der richtige Weg, beziehungsweise was lernen wir denn aus diesem Weg? Also deine Eingangsfrage, war es das, was du erwartet hast, und wo du sagst, ist das das bestgeschnittene Brot ever, um sowas zu tun, klares Jein für den Moment. Dadurch, dass ich es einmal gemacht habe, wüsste ich natürlich jetzt nach hinten raus, was ich an manchen Ecken vielleicht anders machen würde. Aber ich würde es auf jeden Fall wieder tun.
SPEAKER_00Und ich frage auch sonst immer ganz gerne, tat es auch mal weh, das hast du gerade schon so ein bisschen erzählt, irgendwie. Ich würde mal reininterpretieren, ja.
SPEAKER_02Ja, also es tat manchmal sehr wild. Ich habe, glaube ich, auch einmal zwar meinen Raum verlassen müssen, ne?
SPEAKER_03Ja. Aber da warst du nicht alleine. Ich kann mich an keinen Teilnehmer der Pilotgruppe erinnern, der nicht zwischendurch wirklich gut schnaubend enttäuscht, traurig, völlig erledigt den Raum mal verlassen hat und gesagt hat, ich gehe mal kurz raus und sammle wieder Energie, fokussiere mich auf mich selber, um zu gucken, wo stehe ich eigentlich gerade und was tut mir gerade gut, um dann gut für die Gruppe da zu sein, im Sinne von, ich kann das aussprechen, was mich gerade bewegt. Weil das ist, glaube ich, die allergrößte Schwierigkeit. Da war so viel Emotion da, dass man das gar nicht mehr an Worte fassen konnte. Absolut. Ich kann das aus eigener Erfahrung echt berichten. Ich stand dann da und dachte so, okay, du bist nicht beteiligt, du bist nicht Teil des Systems, du kannst aber den Raum nicht verlassen.
SPEAKER_02Ja, also das war auf jeden Fall auch eine Schlüsselerkenntnis. Das war so ein, also ich weiß nicht, ob man es als Nebeneffekt bezeichnen kann, aber dass wir tatsächlich über diese Ablenkung des Prozesses auch die Möglichkeit hatten, tatsächlich unsere Emotionen da auszudrücken und dass das völlig akzeptiert war. Zumal wir hatten ja auch ein gemischt hierarchisches Thema, also wir hatten ja Führungskräfte und Mitarbeiter da drin. Und wir hatten über diese Diskussion auch tatsächlich so ein Augenhöreniveau erreicht, wo jeder auch mal so sein konnte, wie er ist. Und was ihn gerade so betroffen gemacht hat oder extreme Störgefühle in ihm ausgelöst hat. Das war schon gut.
SPEAKER_00Ich erinnere mich da auch noch an so eine Situation, wo wir, glaube ich, über das Thema der Co-Kreation gesprochen haben mit Hilfe des Delegation-Poker oder der verschiedenen Partizipationsstufen, wo es auch mal ein bisschen lauter in diesem Raum wurde. Einer deiner Kollegen hat gesagt, ist das jetzt immer Stufe 6, glaube ich, oder so, weiß ich gar nicht mehr, über was wir da konkret gesprochen haben. Und das hat das ganz deutlich gemacht: so, wow, was steckt da eigentlich noch für so eine Emotion und für eine, ist ja eigentlich Energie, die sich mal schlagartig nach draußen begibt. Also es war sehr spannend.
SPEAKER_03Wobei man auch immer sagen kann, da wo diese Energie ist, da ist halt auch entsprechend der Wert. Da wird ja total sichtbar. Und das ist für diese Gruppe von außen betrachtet. Hat sich das gezeigt, da sind Werte, die tragen wirklich alle mit. Das war ganz wichtig nach dem Motto, wir stehen hier gemeinsam dafür, dass das das Beste wird, was wir irgendwie schaffen können. Also dieses Gemeinschaftsgefühl, das war am Anfang, am Ende, zwischendurch immer wieder da. Und das hat diese Truppe, glaube ich, auch getragen. Und das hat nachher auch die Konferenz. Getragen. Also als dann alle Menschen versammelt waren, war immer spürbar in allen Teilgruppen, wir wollen hier das Beste rauskriegen für uns nach vorne. Das war extrem gut zu sehen.
SPEAKER_00Jetzt kam die Konferenz, ja, so wie sie kam. Ilona hast du schon wunderbar die Überleitung geschaffen. Was sind denn da noch so deine Erinnerungen und Gedanken daran?
SPEAKER_02Also über einen Komplex haben wir ja schon gesprochen. Das war so das Thema, dass man sich mit diesen Techniken sich auseinandersetzen musste. Da ging natürlich auch ein bisschen Aufmerksamkeit drauf. Das zweifelsohne, sodass man im Kern an den Inhalten vielleicht anders gearbeitet hat, wie wenn man das in einem tatsächlich physikalisch irgendwo in einem Raum gemacht hätte. Aber so vom Verlauf und von den Ergebnissen, das ist ja jetzt auch schon wieder bald zwei Jahre her, verrückt. Also wir sind an die zentralen Kernpunkte, die im Hinblick auf eine Zielsituation, die dieser Bereich gebraucht hat, sind wir wirklich tatsächlich über diese Mannschaft rangekommen. Da standen dann so Themen, tatsächlich, wir sind vielleicht organisatorisch, obwohl wir gerade eine REOK hinter uns hatten, noch nicht so ideal. Da müssen wir nochmal vielleicht Web-Fehler auflösen. Das ist rausgekommen, und zwar über die gesamte Gruppe. Also, obwohl wir im Führungskreis das auch vorher schon immer mal wieder diskutiert hatten, hat man natürlich festgestellt, auch die Mitarbeiter hatten da Punkte, die da hochkamen. Also das, die Ilona im Theorieteil da schön ausgeführt hat. Alles das, was da ist, kriegt man irgendwie sichtbar. Das hat sich da klar rausgeschält, auch mit den zentralen Punkten. Natürlich auch thematische Dinge, die über die Trendthematik reinkamen. Zu sagen, also es ist jetzt kein Geheimnis, dass die Telekom gerade einen riesigen, super tollen Glasfaserausbau in Deutschland treibt. Das kam damals schon raus, dass wir hier dringend was tun müssen in verschiedensten Teams, um das zu stützen. Also rundum, ich war mit dem Ergebnis tiptop zufrieden. Und was vielleicht noch viel entscheidender war, dass dieser Weg dahin, also das Durchleben des Prozesses für alle so wichtig war. Also, das fand ich eigentlich noch die viel tollere Geschichte an der ganzen Durchführung.
SPEAKER_00Ja, ich kann mich auch noch gut an den Abschluss erinnern. Und ich weiß gar nicht, ich weiß gar nicht, ob wir, das haben wir, glaube ich, noch gar nicht gesagt. Wir haben das ja etwas aufgeteilt in vier Tage sozusagen, die aber nicht in einer Rutsche durchliefen, sondern wir haben es ja ein bisschen auseinandergezogen. We es ja dann doch auch einfach sehr anstrengend ist. Gerade dann im Virtuellen. Ich glaube, wenn man das vor Ort macht, ist das nochmal was anderes, aber die ganze Zeit auf dem Bildschirm zu starren und sich da zu konzentrieren, ist ja doch sehr anstrengend. Deswegen haben wir das ein bisschen auseinandergezogen und ich erinnere mich noch an den, also eigentlich an zwei Effekte. Bevor ich zum Abschluss oder zu diesem Abschlussgefühl kommen, die Teilnahme, wir haben ja alle, fast alle dabei gehabt. Das waren ja so 80, 86 Menschen, glaube ich, irgendwie so. Also fast den ganzen Teil deiner Organisation und der war ja auch die ganze Zeit so dabei. Also es war irgendwie wirklich, war wirklich sehr viel Energie und ich fand, beim Abschluss war trotz des Virtuellen irgendwie Gänsehaut da. Und ich habe dann so gedacht, boah, wenn wir das jetzt in einem Raum erlebt hätten, also sprich die ganze Energie dieser ganzen Menschen auch noch in einem Raum, meine Güte, was wäre dann erst los gewesen? Also, das fand ich wirklich erstaunlich. Auch wenn ich persönlich immer glaube, das Virtuelle kommt irgendwo an seine Grenze, war das doch zu merken, zumindest bei mir. Ging das euch auch so?
SPEAKER_02Auf jeden Fall. Auf jeden Fall. Auch rückblickend gesehen, ich habe ja auch mal genau auf die Menschen so geschaut, vor allem die so mir in meinem nächsten Umfeld von Führungskräften waren, da war, waren ja doch der ein oder andere dabei, der große Zweifel hatte, der auch, sagen wir mal, vom Arbeitsumfeld natürlich auch so einem ganz stringenten Feld kam, wo immer klar hier so, zack, nix, rechts, links, so. Der nachher, also ein richtiger Fan von dem Thema war und sich da auch wahnsinnig beteiligt hat, nach Filmchen gedreht hat noch und genau auch diese Abschlussmomente dann ja mitzelebriert hat. Also ja, kann ich absolut unterstreichen.
SPEAKER_00Ja, das war schon magisch.
SPEAKER_03Also ich kann nur sagen, die Truppe hat sich da wirklich extrem auch in diesen vier Tagen entwickelt, das Zusammenhaltsgehörigkeitsgefühl in diesem virtuellen Raum und damit umzugehen und zu sagen, okay, wenn das jetzt gerade mit dem Ton oder dem Bild bei dir nicht klappt, nicht schlimm, wir nehmen dich trotzdem mit, schreib im Chat rein oder find eine andere Lösung. Also die sind auch wahnsinnig selbstständig mit dieser Technik geworden.
SPEAKER_00Ja, das stimmt. Jetzt ist die Zeit ja rum. Also, ich meine, jetzt mit der Zukunftskonferenz, ne? Und du bist ja schon weitergezogen und hast da ja richtig viel erlebt, hast auch schon ganz viel geteilt. Und wenn du jetzt nochmal dich umdrehst und nochmal zurückguckst und auch so auf dich schaust, was hat denn so dieses Ganze, was du da erlebt hast, mit dir gemacht, dass du, also was du jetzt immer noch mit dir trägst, ne? Also was ist davon übrig geblieben in dir?
SPEAKER_02Was ist davon übrig geblieben in mir? Also auf jeden Fall die Bestätigung, obwohl ich ja zwischendrin auf dem Weg da auch große Zweifel hatte, das durchgezogen zu haben, dass es absolut richtige Entscheidung war. Und ich, je nachdem, in welche Situation ich ähnlich mal wiederkomme, das durchaus nochmal prüfen würde und sagen, ey, das ist ein super Format, das kann man tatsächlich gut nochmal anwenden. Bin ich damit immer auf Akzeptanz in meinem nicht direkten Umfeld kommen, sondern bei den Kollegen in der Peer Group? Ich glaube, wir wurden da schon ein bisschen belächelt für dieses Thema. Also, das ist schon rückblickend gesehen, wo ich sage, wie verkauft man das, dieses Thema, oder wie erzählt man die Geschichte dazu an der Außenkante nochmal anders? Das ist auch so ein Learning für mich, ja. Wenn ich das nochmal tue, wie würde man das tatsächlich nochmal anders erklären? Auch an den Außenkanten. Aber unterm Strich, nach wie vor finde ich eine super Methode, um so eine gesamte Gruppe irgendwo abzuholen und gemeinsam auf den Weg zu kommen.
SPEAKER_00Hat es dich als Mensch selbst irgendwie verändert? Also bist du da irgendwie danach anders rausgekommen, als du reingegangen bist? So ganz persönlich?
SPEAKER_02Also ich glaube schon auch, dass ich an meiner persönlichen Resilienz gearbeitet habe und auch an dem Aushalten verschiedener Meinungen, ja. Das, was wir tatsächlich auch im Hinblick auf Servant Leadership und Neuroführungsprinzipien ja uns jetzt die letzten Jahre intensiv mit beschäftigt haben, war das einfach ein riesen Lehrstück. Ich sage ja gerne auch, es gibt einen Unterschied zwischen Wissen und Begreifen. Und also ich für mich persönlich habe eigentlich durch diese Erfahrung begriffen, was das heißt, was wir sonst immer nur auf irgendwelche Folien schreiben, in Führungskräft, Seminaren versuchen zu simulieren, zu üben, ja. Dann in so einem echten realen Objekt mal zu verproben. Ich glaube, da habe ich für mich tatsächlich viel so Dinge mitgenommen. Was heißt, vertrau mal in die Gruppe, geh mutig einen neuen Weg. Also das kann man daran, kann ja jedem den Tipp geben, kann man daran wunderbar mal durchexerzieren.
SPEAKER_00Ja. Schön. Du hast ja vorhin schon gesagt, ganz im Sinne des Storytelling, ist es nach draußen, hättest du es vielleicht irgendwie anders kommuniziert, oder würdest du es anders teilen nach draußen? Gibt es noch irgendwas anderes, was aus deiner Sicht hätte anders sein müssen?
SPEAKER_02Worüber ich mir immer wieder Gedanken gemacht habe, war die Zusammensetzung der Pilotgruppe. Da haben wir ja schon eigentlich auch einen recht progressiven Ansatz gewählt gehabt. Die Idee war so, die Gruppe darf nicht größer sein als zehn. Wie kriegen wir das denn hin? Wir haben gesagt, okay, wir machen 50-50 fünf Mitglieder aus dem Führungsbereich, fünf Mitglieder aus der Mitarbeiterschaft und idealerweise noch aus jedem Team. Und da haben wir auch damals gesagt gehabt, wir definieren jetzt nicht einen Mitglied, der da mitarbeitet von den Mitarbeitern, sondern wir, und wir sagen auch nicht, wer hat denn Bock mitzumachen, sondern wir geben das mal in das Team und sagen, wer ist denn euer Klassensprecher sozusagen, der hier mitmacht? Dem ihr das Vertrauen schenkt, hier praktisch für euch die Dinge mitzubringen, dem ihr dann aber für die Zeit, weil es war ja letztendlich eine On-Top-Leistung zum Tagesgeschäft, dem ihr auch den Rücken frei haltet. Ich glaube nach wie vor, dass es ein super Ansatz war, ja. In der Umsetzung hat es natürlich jetzt nicht so richtig gut geklappt. Und da würde ich rückblickend nochmal besser dran arbeiten, auch zu sagen, ey, pass mal auf, ihr Team, ihr habt den jetzt hier nominiert und ihr haltet dem jetzt auch den Rücken frei, weil das war manchmal für den einen oder anderen schon eine Blutgrätsche, das noch so irgendwie on top diese Strategiearbeit, in Anführungsstrichen, mitzumachen. Also da würde ich, glaube ich, über diese, wenn wir nochmal so einen Pilotgruppenansatz wählen würden, mir nochmal Gedanken machen, ob es da noch was Intelligenteres gibt, so ein Team zusammenzustellen.
SPEAKER_00Da muss ich natürlich direkt gemein fragen, lag es nur am Team oder auch an der Führungskraft?
SPEAKER_02Tja, ich glaube, da machen wir dann mal einen anderen Podcast drüber, oder?
SPEAKER_00Okay. Ich glaube, so langsam können wir zum Fazit kommen. Du hast ja ganz viel geteilt und vielen Dank an der Stelle schon mal dafür. Ich glaube, es ist ein, das geht also zum einen aus der Theorie schon hervor und auch aus deiner Erzählung ein Wahnsinnsformat, das auch seine Spuren hinterlässt. Also auch im positiven Sinne, Gott sei Dank. Wir bei Dilona, oder ich frage mal anders, was wäre so dein Fazit jetzt, so aus der Facilitator-Perspektive?
SPEAKER_03Mir geht's ein wenig wie der Christina. Also ich wundere immer noch unseren gemeinsamen Mut, sich darauf einzulassen. Weil das bindet ja auch my ressource hat es sehr lange, anderthalb years begleitet, wobei ich sehr, sehr froh bin in Nachgang. But when jemand vorher gesagt hätte, wie lange sich das hinzieht, welche Emotionalität da drin steckt, welche Verantwortung da drin steckt, hätte ich wahrscheinlich nein gesagt. Ich bin total froh, dass ich das damals nicht wusste, das gemacht habe. Deswegen ist mein Fazit. Ich würde das auch immer wieder machen. Du hast mich das vorhin gefragt. Ich würde es wieder machen. Ich würde mir auf jeden Fall von Anfang an gute Unterstützung auch holen, auf der Fazilitatorenseite eine gute Supervision, um das Team, welches auch immer ist, das dann ist, zu gut zu begleiten, gut aufzufangen, soweit das halt in meiner Verantwortung liegt. Und das ist genau das Fazit, was ich auch teile. Die gute, klare Vorbereitung. Welche Rolle hat wer? Also welche Rolle hat die Führungskraft? Welche Rolle hat eine mögliche Pilotgruppe? Welche Rolle hat ein Facilitator? Das gut und immer wieder zu vereinbaren, das ist, glaube ich, auch ein Erfolgsrezept.
SPEAKER_00Christina, dein Fazit?
SPEAKER_02Mein Fazit, also vielleicht eine Empfehlung. Ich würde das als eine Empfehlung aussprechen. Ich persönlich würde es auch immer wieder tun, wenn so eine Situation im Raum steht, das und das, wie gesagt, vielleicht für Führungskräfte, die herzuhören. Wenn man so ein Team bekommt, was sich neu finden muss, von Anfang an dieses sogenannte Frontloading zu investieren, auch wenn es Aufwand ist und ja, ich unterstreiche alles, was Ilona gesagt hat. Das kostet Kraft und Energie am Anfang und es kostet auch während des Prozesses Energie, aber ich glaube, alles das, was man am Anfang investiert, zahlt sich nach hinten raus unglaublich aus.
SPEAKER_00Schön. Ich kann mich da irgendwie total anschließen bei euch beiden. Ich bin ja ein bisschen später dazu gekommen, nach dir, Ilona. Ich möchte die Zeit auch nicht missen. Also jede einzelne Sekunde sei sie noch so anstrengend gewesen. Ich habe da auch ganz viel lernen können. Vor allen Dingen auch dieser Switch von wir treffen uns in einem Raum und jetzt machen wir auf einmal alles digital und was das mit den Menschen macht und was das auch mit Führung machen kann, wenn wir so ganz hart intensiv an so einem Auftrag auch arbeiten. Du hast es vorhin gesagt, wie lange man über ein Wort diskutieren kann, ist immer noch eins meiner Lieblingsbeispiele in meiner Erzählung. Allein bei dem Wort Strategie. Das bleibt auch oder ist auch bei mir im Kopf hängen geblieben. Also da bin ich auch total froh, da mit euch da unterwegs gewesen zu sein. Gut, ich hoffe, dass es für euch da draußen, wenn ihr so ein bisschen auf der Suche wart nach was ist denn das überhaupt oder was gibt es denn da so, euch so ein bisschen eröffnet hat, was möglich ist. Und neben der ganzen Theorie, die ja auch wunderbar in irgendwelchen Büchern rumsteht, wie es sich in der Praxis wirklich anfühlen kann. Und ja, dass es auch mal ein bisschen wehtut, dass es sich aber total lohnt, durchzuhalten. Und ja, und das ist natürlich auch, was man so ein bisschen mit der Resilienz für die Zukunft macht. Das hast du sehr schön beschrieben, Christina. Deswegen erstmal danke, dass ihr zugehört habt. Danke an euch beiden, dass ihr euch überhaupt bereit erklärt habt, mit mir hier einmal durch diese Erinnerung zu reisen. Vor allen Dingen durch dich, Christina. Und ja, wenn ihr Fragen da draußen habt, meldet euch gern. Nutzt die Kanäle, die zur Verfügung stehen. Schreibt, fragt, dann kommen wir gerne in den Kontakt auch zur Zukunftskonferenz oder was euch da in diesem Kontext auch bewegt. Ich wünsche euch erstmal weiterhin einen schönen Tag, Nacht, was auch immer, wo ihr auch gerade seid und wann ihr vor allen Dingen auch gerade seid. Und freue mich drauf, wenn ihr beim nächsten Mal wieder einschaltet. Bleibt, wie ihr seid und bis zum nächsten Mal.
SPEAKER_01Tschüss, tschüss. Das war eine weitere Folge Coachgelaber von und mit Christopher Salmi.